Einbezug von Expertenmeinungen

Unser Ziel ist es bis Ende dieses Jahres die Version GOAT1.0 zu veröffentlichen! Um eine einfache Bedienbarkeit und einen hohen Nutzen zu erreichen, wird GOAT momentan von einer ExpertInnengruppe aus den Bereichen Verkehr und Stadtplanung ausgiebig getestet. Die mFund-Förderung ermöglicht uns verschiedene Workshops mit Planern aus den Kommunen Fürstenfeldbruck, Freising und München zu organisieren.

Die intensivste Reihe von Workshops wurde mit Anwendenden aus der Kommune Fürstenfeldbruck durchgeführt. In drei Workshops wurden Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Bereich der Verkehrs- und Stadtplanung und GIS gesammelt. All diese Erkenntnisse und Erfahrungen flossen anschließend in den Entwicklungsprozess von GOAT ein.

Beim ersten Workshop erhielten die Teilnehmenden eine detaillierte Einführung in GOAT und dessen Funktionen. Anschließend konnten die Teilnehmenden das Werkzeug selbst ausprobieren und erhielten dafür eine Stunde Zeit. Das TUM-Projektteam beobachtete die Nutzung des Web-Tools und dokumentierte die geäußerten Verbesserungsvorschläge. Feedback von Teilnehmenden wurde bei einer offenen Gesprächsrunde eingeholt sowie durch eine online Umfrage. Wir möchten an dieser Stelle auch alle GOAT Follower dazu einladen, an dieser online Umfrage teilzunehmen. Die Workshop-Teilnehmenden bestätigten uns durch ihr Feedback den Nutzen und das Potenzial von GOAT um verschiedene Planungsfragen mit geringem Zeitaufwand zu bearbeiten. Sie fanden auch, dass das Tool gut geeignet sei, um aktuelle Planungsanliegen zu visualisieren und als Argumentationshilfe zu dienen.

GOAT workshop in Fürstenfeldruck

Die praktische Erfahrung jedes Workshops fließt in den Entwicklungsprozess von GOAT ein. Nach jedem Workshop werden die genannten Entwicklungsperspektiven, Anregungen und das Feedback der NutzerInnen ausgewertet und schrittweise umgesetzt. Die neu entwickelten und angepassten Features werden auf der Projektwebsite frei zugänglich gemacht. So wird den Teilnehmenden bei jedem Testzyklus eine verbesserte GOAT-Version zur Verfügung gestellt.

Der zweite Workshop begann mit einer kurzen Präsentation der neuen Version von GOAT. Der Fokus dieses Workshops wurde auf die praktische Nutzung des Werkzeugs durch die Workshop-Teilnehmenden gelegt. Dazu wurden Tutorials in Form von Arbeitsblättern bereitgestellt. So konnten die Teilnehmenden die neue Version von GOAT eigenständig testen und den Nutzen und Benutzerfreundlichkeit des Tools anhand lokaler Planungsfragen bewerten. Bei diesem Workshop wurde die neue Version für Fürstenfeldbruck zur Verfügung gestellt, die nach dem ersten Workshop entwickelt wurde. Sie enthält alle aktuellen Funktionen wie das Fahrradrouting und Szenarien zu Änderungen von Flächennutzung. Das GOAT-Team half bei Fragen und beobachtete und dokumentierte auftretende Schwierigkeiten.

Der dritte Workshop wurde aufgrund der aktuellen COVID-19-Situation virtuell durchgeführt. Abgesehen davon, verlief dieser Workshop ähnlich wie der zweite. Zu Beginn wurden die neuen Funktionen und Verbesserungen von GOAT vorgestellt, gefolgt von der praktischen Nutzung des Tools durch die Teilnehmenden. Bei diesem Workshop wurden zahlreiche neu implementierte Datensätze zu Themen wie Unfälle, Lärmpegel, Landschaftsschutzgebiete sowie Gebäude- und Flächennutzung vorgestellt. Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden die neue Funktion zur Integration von Bildmaterial aus Mapillary ausprobieren, die bei ihnen gut ankam.

Die Teilnehmer hatten viele gute Verbesserungsvorschläge. Unter anderem wurden folgende Vorschläge gemacht:

  • Zusätzliche POIs in GOAT einbeziehen, wie z.B. Kinderspielplätze und Kinderkrippen.
  • Die Erreichbarkeit von Grünflächen und Parks berücksichtigen.
  • Informationen über Naturschutzgebiete usw. integrieren, um sich ein besseres Bild davon zu machen, wo z.B. eine neue Fahrradbrücke gebaut werden kann.
  • Verbesserung der Druckfunktion.
  • Zusätzliche Optionen für den Datenexport bereitstellen.
  • Die Bedienbarkeit der Szenario-Erstellung verbessern durch die Bereitstellung eines klareren Workflows.
  • Berücksichtigung der Steigungen für die Berechnung der Erreichbarkeit mit einem Rollstuhl.
  • Die Möglichkeit bieten, weitere Gebäude als neues Szenario hinzuzufügen.
  • Zwischen verschiedenen Rollstuhltypen (z.B. elektrisch und nicht elektrisch) unterscheiden.
  • Speicherung und Export der entwickelten Szenarien ermöglichen.

Das GOAT-Team hat die Verbesserungsvorschläge dokumentiert. Diese werden, dort wo sich eine Möglichkeit bietet, im weiteren Entwicklungsprozess umgesetzt. Auf diese erste Workshopreihe folgt in diesem Sommer in jeder Kommune (Fürstenfeldbruck, Freising und München) jeweils ein größerer Anwendungsworkshop. Das Ziel dieser Workshops ist es, GOAT für relevante Planungsfragen (z.B. Zugang zu Schulen in einem neuen Stadtteil), die aktuell im jeweiligen lokalen Kontext diskutiert werden, zu nutzen. Ein abschließender Workshop mit Teilnehmenden aus allen Kommunen und weiteren ExpertenInnen findet im Herbst statt. Darauf freuen wir uns schon!

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